13erHaus: What have you done to me???

 

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Schmusen statt SMSen!
9.1.07 13:14


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Schmunzel (allein das Wort bringt mich dazu)

Nachdem ich das Interview mit Universal Austria oder so -Chef Hannes Eder gelesen habe, und er gemeint hat, naja, Nirvana oder Velvet Underground etc. braucht man sich keine zu erwarten, hab´ich es erstmals (!) gewagt, das Starmania-Photo anzusehen. Bin einfach gerade leicht zu erheitern. Aber diese Posingers, alles so schön einstudiert und trotzdem so lieb lächerlich. Wie wohl bei jeder anderen Generation und Boygroup auch. Keine Ahnung warum, gerade jetzt bin ich begeistert. Und auch das Gegenteil davon, Mr. Cool persönlich, der große Jarvis Cocker, bringt mich nur zum schmunzeln. beides ist hoffentlich drunter und/oder drüber anzusehen.
1.12.06 11:01


Arno Frank in der TAZ. Nur in nicht labilen Phasen lesen

S´is ja sooo grausam!

und? wie seid ihr verblieben?
von ARNO FRANK
Jetzt sitzt sie wie ein eilig zusammengekehrtes Häufchen Elend in meiner Küche, schluchzt Vorwürfe, stammelt Erklärungen und tränt in ihren Tee - die Frau ist völlig fertig. Vor lauter Heulen hat's ihr schon die Kontaktlinsen aus den Augen geschwemmt. Sie blinzelt und schnäuzt sich. Herrgott, Karin! Was ist denn bloß passiert?

Folgendes ist passiert: Karin, "neu in Berlin", studiert, barock, nicht blöd, einsam, hatte ein Date mit Armin, Galerist aus Mitte. Sie beschreibt ihn als sanft, eloquent und manierlich: "Wir fanden uns gleich total nett, auf dieser Vernissage. Darum haben wir uns für den nächsten Tag zum Essen verabredet . . ."

Bei Kerzenlicht und karamelisierten Wachtelherzen wandert das Gespräch leichtfüßig von Proust zu Habermas, von Warhol zu Schwitters und landet zappelnd im chilenischen Rotwein: "Der Beste, weil's die Reblaus nie über die Anden geschafft hat", weiß Karin. Von Armin. Sie tasten sich also ab, zunächst sprichwörtlich, dann buchstäblich: "Irgendwie war klar: Wir wollen beide. Normalerweise geht das nicht so schnell bei mir . . . aber alles war perfekt". Er zahlt. Beide schlendern sie noch ein Weilchen über die Boulevards, bald Arm in Arm mit Armin. Der schlägt vor, den Abend bei ihm daheim "ausklingen" zu lassen. Klingt gut: "Ein geiler Altbau", schluchzt Karin, "das kannst du dir nicht vorstellen. Vom Balkon aus siehste den Fernsehturm. Neues Parkett. Afrikanische Plastiken. Ein Aquarium mit japanischen Kampffischen. Und ein echtes Klavier!" Armin spielt darauf "Quatre Petites Mélodies" von Eric Satie, bis die beiden tatsächlich im Bett landen. "Ach, er war so zärtlich, so rücksichtsvoll. Es hat sich so richtig angefühlt", seufzt Karin, "ich war zum ersten Mal im Leben ganz Frau". Als beide endlich einschlafen, rattert schon die erste Straßenbahn.

Armin weckt Karin mit einem Kuss auf die Stirn. Sie erwacht, sieht, dass er schon angezogen ist: "Wenn ich meinen Flieger nach Mailand noch kriegen will, hat er gesagt, muss ich jetzt los", sagt Karin, "und dass ich einfach die Tür hinter mir zuziehen soll". Karin schläft also erstmal aus. Steht auf, macht Kaffee, schlendert summend in seinem seidenen Morgenmantel durch die Wohnung und füttert die Kampffische. Dann melden sich plötzlich die Wachtelherzen, Karin geht aufs Klo. "Ich setze also seelenruhig einen Riesenhaufen in die Schüssel . . .", ihre Unterlippe zittert, "und die Spülung funktioniert nicht. Das Wasser war abgestellt. Wegen Bauarbeiten oder so". Was tun?

Kurzentschlossen schaufelt Karin ihre Hinterlassenschaft in eine Plastiktüte, "um's nachher im Hof in den Mülleimer zu schmeißen". Sie schlüpft in ihre Sachen, ein prüfender Blick in den Spiegel, dann tritt sie in den Flur und lässt die schwere Wohnungstür hinter sich zuschnappen. Und weiter? Die Stimme tonlos, leer ihr Blick: "Ich habe die Tüte mit der Scheiße auf seinem Wohnzimmertisch vergessen." Ein Präsent, das Armin bei seiner Rückkehr wohl völlig falsch interpretiert hat. Karin? Eine gebrochene Frau. Eine Reblaus, gescheitert an den Anden.

taz vom 18.10.2001, S. 20, 105 Z. (Kommentar), ARNO FRANK
18.6.06 11:01


6.3.06 13:13


als die Römer sterben mussten

Lange haben sie es vorbereitet. Gequ?lt haben sie mich, in Wien, Paltramsdorf und Barcelona. Die Gehgehilfen, welche mir Halt geben sollten, haben sich gegen ihren eigenen Zusammenhalt gewehrt und mir unbarmherzig ihre metallenen Verbindungsteile in die Sohlen gepresst. Denn sie sp?rten ihn kommen, den Herbst. Und die ebenso unbarmherzige Konsequenz der Verstossung in den Winterkasten. Diese Erfahrung meiner Eisesk?lte konnten sie scheinbar nicht ertragen und haben sich selbst liquidiert. Am letzten Sp?tsommertag des 2005er-Jahres. Denn sie haben mich geliebt, das wei? ich jetzt.
Aus diesem Grunde erweise ich ihnen nun meinen Respekt und werde sie entgegen meiner ersten Intention, sie zu reparieren, nun in Frieden gehen lassen. Erstmals d?rfen sie gehen, wohin SIE m?chten, und sind nicht meinem Willen unterworfen. Ich glaube, das ist ein Abschied in W?rde.
Macht es gut, meine geliebten R?merpatscherl. R.I.P., not on feet.
17.9.05 17:50


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